Berufsorientierung

Berufsorientierung

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Die berufliche Orientierung an der Schule am Mahlersberg ist ein durchgängiger, individueller Prozess – von ersten Impulsen in der Primarstufe bis zur intensiven Vorbereitung auf den Übergang nach der Schulzeit in der Abschlussstufe (Klassen 10–12, Berufspraxisstufe). Unser Ziel ist es, jede Schüler*in auf dem persönlichen Weg in Arbeit und Teilhabe zu stärken, realistische Perspektiven zu entwickeln und die dafür nötigen Kompetenzen aufzubauen.

Leitbild: Individuelle Wege begleiten

  • Die berufliche Orientierung richtet sich nach den persönlichen Lebensentwürfen unserer Jugendlichen. Wir unterstützen dabei, eigene Vorstellungen zu entdecken, zu konkretisieren, praktisch zu erproben und bei Bedarf anzupassen.
  • Neben arbeitsbezogenem Fachwissen fördern wir gezielt allgemeine Schlüsselkompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten: Ausdauer, Konzentrationsvermögen, Kooperationsfähigkeit, Mobilität und soziales Miteinander.

Früh beginnen – schrittweise vertiefen

  • Primarstufe: Erste Bausteine der Alltags- und Lebenspraxis, spielerische Einführung in Arbeitstätigkeiten, Regeln und Zusammenarbeit.
  • Sekundarstufe I: Vertiefung lebenspraktischer Inhalte, Erproben einfacher Arbeitsschritte, Stärken-Schwächen-Reflexion, Grundlagen der Mobilität und Kommunikation.
  • Abschlussstufe (Klasse 10–12): Intensive, systematische Berufsorientierung mit Praxisphasen, Betriebserkundungen, Kompetenzaufbau für konkrete Übergänge.

Abschlussstufe: Praxisnah und strukturiert

Ab Klasse 10 steigern wir Umfang und Tiefe der beruflichen Orientierung:

  • Betriebsbesichtigungen und Erkundungen geben Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder.
  • Schwerpunkt: Förderung arbeitsbezogener Kompetenzen für die Berufs- und Arbeitswelt, sowohl mit Blick auf den allgemeinen Arbeitsmarkt als auch auf Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.
  • Unterrichtlich aufbereitete berufs- und arbeitsbezogene Inhalte vermitteln einen Überblick über die nachschulische Berufswelt – immer orientiert an individuellen Berufswünschen, Interessen und bisherigen Erfahrungen.

Die Schüler*innen arbeiten inhaltlich zu:

  • persönlichen Stärken und Entwicklungsfeldern,
  • Selbst- und Fremdeinschätzung,
  • Bewerbung und Lebenslauf,
  • Telefontraining und Kommunikationskompetenz,
  • Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Praktika,
  • lebenspraktischer Berufsvorbereitung.

Kooperationen und Praxisphasen

In Klasse 11 kooperieren wir mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Folgende Elemente unterstützen die Passung zwischen Person und Arbeitswelt:

  • Potenzialanalyse zur Ermittlung individueller Stärken,
  • Erkundungstage in unterschiedlichen individuell angepassten Arbeitsbereichen,
  • ein Praktikum als erweiterte Praxiserfahrung.

In Klasse 12 schließt ein mindestens zweiwöchiges Praktikum die schulische Berufsorientierung ab. Diese Phasen ermöglichen den Blick über den „schulischen Tellerrand“ und helfen, persönliche Potenziale und Vorstellungen mit den Anforderungen des allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes abzugleichen. Vorrangiges Ziel ist eine fundierte Erstorientierung und die realistische Auseinandersetzung mit Arbeitsanforderungen.

Gemeinsam mit Eltern und Partnern

Die Berufliche Orientierung ist ein gemeinsamer Weg. Eltern, Erziehungsberechtigte und gesetzliche Betreuer*innen werden kontinuierlich einbezogen:

  • Berufswegekonferenzen und Elterninformationsveranstaltungen geben Einblick in Lern- und Entwicklungsstände.
  • Lehrkräfte und der Reha-Berater der Bundesagentur für Arbeit beraten individuell, besprechen nächste Schritte und loten passende Anschlussmöglichkeiten aus.

Anschlussperspektiven nach der Schulzeit

Viele unserer Schulabgänger*innen finden ihren Arbeitsplatz in regionalen Einrichtungen wie zum Beispiel der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven, dem TOBBI oder dem Werkhof Badenstedt. Besteht der Wunsch nach einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, sind in der Regel neben der schulischen Empfehlung eine berufspsychologische Untersuchung sowie eine Einschätzung des Berufsberaters zu Fähigkeiten und Chancen erforderlich. Wir bereiten diese Schritte vor, begleiten die Jugendlichen und arbeiten eng mit allen beteiligten Stellen zusammen.

Mit diesem abgestuften, praxisnahen Konzept schafft die Schule am Mahlersberg verlässliche Orientierung, stärkt Selbstvertrauen und eröffnet realistische Wege in Arbeit und Teilhabe – passgenau für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler.